Die Gamma-Glutamyltransferase (GGT) ist ein Leberenzym, das im Blut gemessen wird und zu den klassischen sogenannten Alkoholmarkern zählt. Erhöhte Werte können auf übermäßigen Alkoholkonsum hindeuten, ebenso aber auf Medikamente, Übergewicht, eine Fettleber, Gallenwegserkrankungen oder andere Lebererkrankungen – ein einzelner erhöhter GGT-Wert ist deshalb kein Alkoholnachweis.
Die Gamma-Glutamyltransferase ist ein Enzym, das bei Belastung der Leber und der Gallenwege vermehrt im Blut erscheint. In der Fahreignungsbegutachtung taucht sie im medizinischen Untersuchungsteil auf. Nach den Beurteilungskriterien wird sie bei einer Alkoholfragestellung zusammen mit GOT und GPT in der medizinischen Untersuchung erhoben und als indirekter Marker unterstützend berücksichtigt; eine Laborparameterliste enthalten die Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung in ihrer seit dem 19. August 2026 geltenden Fassung nicht mehr. Der Wert dient der ärztlichen Verlaufskontrolle und der Frage nach körperlichen Folgen eines länger bestehenden Konsums, nicht der Feststellung eines Verzichts.
Die Gamma-GT ist ein indirekter Marker. Sie zeigt eine Veränderung am Organ, nicht die Aufnahme von Ethanol; ihre Erhöhung kann zahlreiche andere Ursachen haben, von Arzneistoffen bis zu Erkrankungen der Leber und der Gallenwege. Umgekehrt kann ein unauffälliger Wert einen erheblichen Konsum nicht ausschließen. Aus beidem folgt: Ein Verzichtsnachweis wird über direkte Marker geführt, nicht über die Leberwerte. Nach den Beurteilungskriterien werden Laborbefunde zudem nur im Zusammenhang mit allen im Rahmen der Begutachtung erhobenen Befunden bewertet.
Referenzbereiche, Ansprechzeiten und der Vergleich mit anderen Markern gehören in die Analytik. Eine Einordnung der laborchemischen Seite bietet dieses Lexikon unter Carbohydrate-Deficient Transferrin.
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