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Alkoholgehalt

Der Alkoholgehalt eines Getränks oder einer Substanz gibt an, wie viel reiner Alkohol (Ethanol) in diesem enthalten ist. Er wird in der Regel als Volumenprozent angegeben, oft abgekürzt mit % vol.

Vom Getränk zur Reinalkoholmenge

Im Begutachtungsverfahren wird nicht in Gläsern, Flaschen oder Runden gerechnet, sondern in Gramm reinen Ethanols pro Tag. Diese Umrechnung macht sehr unterschiedliche Trinkgewohnheiten überhaupt erst vergleichbar: Ein hochprozentiges Getränk in kleinem Glas und mehrere Bier über den Abend können dieselbe Reinalkoholmenge enthalten. Wer seinen früheren Konsum schildert, wird deshalb regelmäßig nach Getränkeart, Volumen und Volumenprozent gefragt und nicht nur nach der Anzahl der Gelegenheiten.

Grammangaben in Kriterium A 3.1 K

Die 5. Auflage der Beurteilungskriterien arbeitet an dieser Stelle mit Zahlen. Zum Indikator „gefährlicher Konsum“ nennt Punkt 10 des Kriteriums A 3.1 K für die untere Hälfte des Bereichs durchschnittlich 60 bis 120 Gramm Reinalkohol pro Tag bei Männern und 40 bis 80 Gramm bei Frauen. Auch die indirekten Laborwerte reagieren erst ab einer Größenordnung von etwa 60 Gramm täglich über Wochen. Solche Angaben sind Indikatoren innerhalb eines mehrgliedrigen Katalogs und ausdrücklich keine eigenständigen Entscheidungsgrenzen.

Weshalb die eigene Schätzung so oft danebenliegt

Der Alkoholgehalt eines Getränks wird im Alltag systematisch unterschätzt, besonders bei großen Gläsern, Mischgetränken und großzügig eingeschenkten Spirituosen. Im Gespräch geht es deshalb nicht darum, eine möglichst niedrige Zahl zu nennen, sondern darum, die eigene frühere Menge realistisch einordnen zu können. Ob die Angaben zur Aktenlage und zu vorliegenden Befunden passen, bewertet allein die Begutachtungsstelle.

Verwandte Begriffe

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