Du hattest nie einen Unfall. Und trotzdem reicht es nicht.
Der Brief von der Fahrerlaubnisbehörde liegt auf dem Tisch. Acht Punkte, über Jahre zusammengekommen aus lauter Kleinigkeiten, von denen sich jede einzeln erklären ließ. Kein Alkohol, keine Drogen, kein Unfall. Und trotzdem sollst du zur MPU.
Bei Alkohol und Drogen gibt es einen Laborwert, den man vorlegen kann. Bei Punkten gibt es ihn nicht. Es gibt nur dich – und die Frage, ob es nächstes Jahr anders aussieht als die Jahre davor. Ein Punktefall ist kein kleinerer Fall. Er ist ein anderer.
In jedem Kapitel steht ein Block „Aus Sicht des Gutachters“: was an dieser Stelle gehört wird und was nicht.
Für Menschen, die wegen vieler Verstöße zur Untersuchung sollen – ob sie im Moment fahren dürfen oder nicht. Für Vielfahrer im Außendienst, im Handwerk, auf dem Lkw. Für Schichtdienst. Und für den zweiten Anlauf nach einem Gutachten, das nicht gereicht hat.
Kein Versprechen. Eine Arbeitsgrundlage.
Hans-Paul Kühn bereitet seit über zehn Jahren Menschen auf die Medizinisch-Psychologische Untersuchung vor. Seine Ausbildung: drei Jahre berufsbegleitend zum psychologischen Berater, dazu NLP-Practitioner und Gewaltfreie Kommunikation, Weiterbildung laufend. Ein Psychologiestudium hat er nicht, und Gutachter ist er auch nicht.
Das Buch ersetzt keine Beratung, keine Rechtsberatung und keine Therapie.